Peider Lansel (1863-1943) ist in Pisa geboren und aufgewachsen als Kind zwei emigrierter Engadiner. Mit 9 Jahren besuchte er die Schule in Sent, danach die Kantonsschule in Chur und später die Handelsschule in Frauenfeld. Mit 16 Jahren kehrte er nach Pisa zurück wo er die Geschäfte der Familie übernahm.
Im Jahr 1906 kehre er mit seiner Familie in die Schweiz zurück, wo er sich stark für die Erhaltung und Anerkennund des Rätoromanischen engagierte.
Lansel veröffentlichte zahlreiche Werke, unter anderem die Anthologien Musa Ladina e Musa Rumantsch und gründete die Reihe Chalender Ladin.
1926 musste er aus familiären Gründen zurück nach Italien. Ein Jahr später wurde er zum Schweizer Konsul in Livorno ernannt. 1934 kehrte Lansel definitiv zurück in die Schweiz. 1933 wurde er von der Universität Zürich zum Doctor honoris causa für seine Verdienste zur Verfechtung des Romanischen und seiner poetischen Werke ernannt. 1943 erhielt er als erster Rätoromane den Literaturpreis der Schillerstiftung Schweiz.
2012 ist bei der Chasa Editura Rumantscha der Titel Peider Lansel – Essais, artichels e correspundenza erschienen.
